Die Voraussetzungen

Für die "Nordwärts" begaben sich die Darsteller sowie die gesamte Crew auf eine Reise mit dem Fahrrad durch das Baltikum. Auf ein Begleitfahrzeug wurde bewusst verzichtet. Das gesamte Filmequipment musste mit dem Fahrrad mittransportieren werden. Zudem mussten die Drehorte, Statisten und Requisiten direkt vor Ort organisiert werden, wodurch Spontaneität, Flexibilität und gute Kommunikation gefragt wurden. Das Interessante an einem solchen einzigartigen Projekt, war die Herausforderung einen Film zu drehen ohne genau zu wissen, was einen erwartet, hineinzutauchen in eine fremde Kultur und das Arbeiten in einer fremden Umgebung. Ausserdem hatte man neben den einzelnen Drehs eine Strecke von ca. 50 km. pro Tag zu meistern. Anfang, Zwischenstation und Ende der Reise waren festgelegt, die genaue Route und das nächste Tagesziel mussten jedoch von Tag zu Tag neu geplant werden. Durch diese 1:1 Situation bekam der Spielfilm einen dokumentarisch-realistischen Charakter und liess uns viel Raum für Improvisation. Der «Rote Faden» lieferte uns aber trotzdem ein 90-seitiges Drehbuch.

Die Drehsituation, in der sich Darsteller und Crew befanden, ist dementsprechend mit dem Drehbuch vergleichbar und wir alle durchlebten ähnliche Situationen wie die Figuren im Film.

Idee

Am Anfang stand die Idee einen unkonventionellen Low-Budget-Film zu drehen. Eine Story mit ungeplanten Wendungen und einer ungewöhnlichen Umsetzung. Unser Anliegen war es, neue Formen der Filmproduktion auszuprobieren, umzudenken und neue Herausforderungen zu suchen. Es handelt sich, wie bereits erwähnt, um eine Low-Budget Produktion, d.h. keiner verdient etwas an diesem Film. Im Vordergrund stehen die Erfahrungen und natürlich auch die Freude am Filmedrehen.

Ein Film zu produzieren braucht auf verschiedene Arten viel Energie. Meistens ist man dabei stundenlang mit dem Auto unterwegs, um den Drehort zu wechseln und das Equipment zu transportieren. So bekam unser Film bewusst einen grünen Charakter.

Warum gerade das Baltikum?

Das Baltikum war für uns bis vor Kurzem ein weisser Fleck auf der Europakarte. Allgemein weiss man hier in Mitteleuropa nicht viel über die Baltischen Staaten und erst langsam entdeckt man sie als beliebtes Urlaubs- und Reiseziel. So wollten auch wir in diese Länder reisen, um mehr über die Menschen und die Kultur zu erfahren. Zudem freuten wir uns auf die wunderschöne, abwechslungsreiche und naturbelassene Landschaft.

 

Arbeitstitel: Operation Baltikum
Genre: Drama/Roadmovie
Länge: ca. 90 Min.
   
Dreh-/Reisedauer: ca. 3 Wochen
Route: Zürich - Vilnius (Litauen) - Riga (Lettland) - Tallinn (Estland) - Zürich
Fahrradroute: ca. 1'000 km
Strecke pro Tag: ca. 50-70 km
Reisemittel: Fahrrad, Zug, Schiff
Equipment/Gepäck: insgesamt ca. 250 Kg
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